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Tansania-Projekt

Martin-Luther-Bläserkreis Achtrup

Posaunenmission Südtondern in Tansania

Angefangen hat hat alles mit der Einladung des Bischofs der Konde-Diözese, Dr. Israel-Peter Mwakyolile, während eines Besuches in Südtondern im Jahr 2005. Mit der Einladung verknüpfte er die Hoffnung, dass die Posaunenmission Südtondern helfen könne, in der Konde Diözese eine

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Posaunenarbeit aufzubauen. Wir nahmen die Einladung an und reisten dann am 16. Oktober 2007 mit 12 Bläserinnen und Bläsern nach Tansania.

Erste Arbeit in Tansania

Südtonderns Bläser/innen trafen sich in der Großstadt Mbeya mir den Mitgliedern des dortigen Posaunenchores, dem einzigen bestehenden Posaunenchor in der Konde Diözese. Zusammen fuhren wir nach Matema, um dort eine gemeinsame Weiterbildung zu veranstalten. Unterwegs besuchten wir noch einige Gemeinden und brachten gemeinsam einige Ständchen, die begeistert aufgenommen wurden.

Der Workshop selbst war für die Aus- und Weiterbildung der tansanischen Bläserinnen und Bläser nur bedingt erfolgreich, da mit Rücksicht auf den kurzen Aufenthalt in Matema keine tiefer gehende technisch-bläserische Ausbildung stattfinden konnte. Trotz der geringen Probenzeiten wurden doch einige Stücke gemeinsam erarbeitet und während der weiteren Einsätze vorgetragen.

Für die zwischenmenschlichen Beziehungen war die gemeinsame Arbeit ein voller Erfolg. Die Mitglieder der Chöre haben viel von einander gelernt. Südtonderns Bläserinnen und Bläser ließen ihre Instrumente und auch die Noten und Notenständer zur weiteren Nutzung in der Konde Diözese. Damit wird weiteren Interessierten die Möglichkeit gegeben, ein Blechblasinstrument zu erlernen.

Über den Erfolg dieser Reise berichtete der Leiter des Mbeya-Posaunenchores Frank Nzali in seinem Weihnachtsgruß an die Posaunenmission Südtondern.

Der Posaunenchor in Mbeya hat soviel Zulauf, dass er wahrscheinlich bis zum

Matema homepage

Ende des Jahres 2008 mit der Ausbildung von neuen Posaunenchorbläsern ausgelastet ist.

Was bis jetzt in Deutschland in die Wege geleitet wurde

In Anbetracht des großen Zulaufs an Interessenten schien vor allem eine gute bläserisch-technische Ausbildung des Chorleiters, aber auch der Mitglieder des Posaunenchores Mbeya sehr wichtig. Diese Ausbildung konnte aber nicht vor Ort geleistet werden, da alle Mitglieder reine Autodidakten sind. Daher sollte der Leiter noch im Jahr 2008 nach Deutschland kommen. Die Einladung an Chorleiter Frank Nzali (auf dem Foto links) wurde im Frühjahr 2008 ausgesprochen und auch angenommen.

2143 Tansania -  Matema LB

Eine Reisemöglichkeit bestand mit einer Gruppe von Musikern, die Ingrid Sievers (Projektleiterin Iwambi im Tansania-Ausschuss) eingeladen hatte, so dass Frank Nzali nicht allein reisen musste. Das Flugticket wurde vom Kirchenkreis Südtondern zur Verfügung gestellt.

Ausbildungsmöglichkeiten bei den Landesposaunenwarten der Nord- elbischen Posaunenmission wurden genutzt. Schwerpunkt der Schulung war die Ausbildung und Leitung von Poaunenchorbläsern und vor allem auch ein 14tägiges Praktikum im Bereich Instrumentenbau und -reparatur in der Kieler Werkstatt von Udo Kahlenberg “Das Bläserstudio”. Eine Einführung in das Amt und die Einarbeitung als “Posaunenwart” in der Konde Diözese sollte im

Jahr 2009 durch Personal der Posaunenmission Südtondern übernommen werden. Leider verzögerte sich die Reise und wird nun im Jahr 2010 stattfinden.

Erste konkrete Projekte sind bereits in die Wege geleitet. So ein Projekt zur musikalischen Ausbildung im Bereich Gesang und Instrumentenspiel im Waisenhaus in Iwambi, bei dem Frank Nzali und Getson Mweijumba, ein ausgebildeter Kirchenmusiker aus Mbeya, den Waisenkindern entsprechenden Unterricht erteilen. Es sind bereits wieder mehrere Instrumente gespendet worden, die im Herbst 2009 auf dem Postwege nach Tansania geschickt werden konnten. Weitere Instrumentenspenden werden durch die Posaunenmission Südtondern im Kirchenkreis Nordfriesland gern entgegen genommen.

Wie es weitergehen könnte

Nach der Einarbeitung in die o.g. Aufgaben hoffen wir auf verstärkte Neugründungen von Posaunenchören und Ausbildung von Bläserinnen und Bläsern, sowie auf die Ausbildung von Chorleiternachwuchs in der gesamten Konde Diözese. In Zukunft könnten dann Kontakte von Konde aus zu anderen Posaunenchören in Tansania z.B. in Arusha, Iringa oder Morogoro geknüpft werden, um einen landesweiten Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Ein Treffen aller bestehenden tansanischen Posaunenchöre klingt zwar wie Zukunftsmusik, ist aber vielleicht doch möglich. Erste Kontakte zum verantwortlichen Mitglied der tansanischen Kirchenleitung für die gesamte Kirchenmusik Ref. Ambele Mweipopo sind bereits geknüpft. Ref. Mweipopo hat uns sein großes Interesse an derartigen Treffen und an einer landesweit koordinierten Ausbildung der Bläserinnen und Bläser in Tansania bekundet. Erste Gespräche auf der Ebene Landesposaunenwart und tansanische Kirchenleitung finden im August 2010 statt. Es wäre vorstellbar, dass

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durch freiwillige Helfer, die eine gewisse Zeit in Tansania verbringen, eine kontinuierliche Ausbildung gewährleistet werden könnte. Daran wird z.Zt. noch gearbeitet. Die ersten Früchte dieser Arbeit sind vielleicht im Jahr 2011 oder 2012 zu bestaunen.